Meine Wissbegierde, mein Tatendrang, mein Wunsch, mich in dem was ich tue zu spüren und mit meinem Tun etwas sinnstiftendes in die Welt zu bringen führte nach meiner Ausbildung zur Landwirtin in das Studium der Geographie. Doch der rein physische Aspekt unseres Daseins reichte mir nicht. So wurde ich Theaterpädagogin und vermittelte meinen Kursteilnehmern die Fähigkeit sich kreativ und über ihre Körpersprache auszudrücken und gemeinsam etwas neues zu erschaffen. 

Doch spürte ich, dass mein Weg weiter ging. Zunehmend wurde die Arbeit mit Sexualität interessant und wichtig für mich.

Und hier habe ich meine Heimat gefunden. Hier können wir uns hier in unserer tiefsten und innigsten Freude erleben und unsere Kreativität und Schaffenskraft wirksam werden lassen. 

In der Ausbildung zur Tantramasseurin habe ich einen wertschätzenden Rahmen gefunden, die individuelle Sexualität meiner Gäste zu würdigen. Vielen von uns fehlt es, die eigene Sexualität anzunehmen, im Frieden mit dem eigenen Körper zu sein und all das durch gesellschaftliche Bilder gehemmte und mit Scham besetzte an uns zu akzeptieren.

Andere feiern die Schönheit ihrer Empfindungsfähigkeit und haben Freude daran, sie zu erforschen. 

Für mich ist der Umgang mit den eigenen Grenzen interessant. Wann tun wir etwas oder lassen etwas mit uns tun, obwohl wir das vielleicht gar nicht wollen. Können wir klar ausdrücken, was uns gefällt und was wir brauchen. Lassen wir uns darauf ein, etwas neues zu lernen oder halten wir an bekannten und eingeübten Mustern fest, auch wenn wir vielleicht schon das Gefühl haben, dass das nicht wirklich befriedigend ist. 

Die eigenen Grenzen zu kennen und zu waren und im eigenen Tempo zu erforschen – insbesondere in der Sexualität, wo wir so berührbar und verletzlich sind – das ist eine Kunst, die gelernt sein will.

Nachdem ich selbst meine Grenzen jahrelang missachtet habe, weil ich dachte, ich müsse das doch so machen, das machen doch alle so und ich solle mich mal so anstellen, hatte ich mit echten körperlichen Problemen zu kämpfen. Abgesehen von einem zerrütteten Selbstwertgefühl. Als ich erkannte, dass meine Grenzen wertvoll und wichtig für mich sind und ich die Verantwortung für mich und meinen persönlichen Raum übernahm, erlebte ich eine völlig neue Lebensqualität.

In meinen Sessions und im Coaching lade ich dazu ein, dich in deiner Selbstverantwortung genussvoll hinzugeben oder zu erforschen. Und dabei sind deine Grenzen und deine Komfortzonen herzlich willkommen. Sie geben die Bühne, die wir gemeinsam bespielen. Der Weg in deine Kraft und Mitte geht über die Freude – soul embodiment! Vielleicht entdeckst du ja einen Teil der Bühne, den du noch nicht kanntest.

Corinna Gehrmann